🛵🩼💃 My way …. Unfall – OP – Reha – Stand der Dinge Tag 7 – 📣🏋️‍♀️🧨

Heute geht es ans EingeMACHTe. Machtmissbrauch und das Spiel mit der Angst. Aus einem diffusen System aus sich abwechselnden positiven und negativen emotionalen Assoziationen blieben für heute die Begriffe Macht und Angst als bestechende Worte übrig. Wie viele Schichten ich heute davon durchwandert habe? Siehe Bild …. Mindestens … Von vorn… 

Morgenroutine wie gehabt. Termin 1 hätte ich mir schenken können – allerdings war dieser verknüpft mit dem ersten Kontakt zu einer gut gelaunten Therapeutin. Sie hatte echt Spaß an ihrer Arbeit, was emphatisch und freundlich. Hatte ein Lächeln in Gesicht, war uns allen zugewandt. Ein Engel. Alltägliche Dinge bewältigen das Thema. Strumpfanzieher hab ich schon und den roten (!) Schuhanzieher hab ich dann ausgeliehen. Yesss. Macht einfach Sinn und sieht auch noch gut aus. Und weil’s so schön ist, haben wir den Termin nächste Woche auch gleich nochmal. – Leitlinie sei Dank. 

Und dann kam der Termin auf den ich so große Hoffnung setzt hatte: Geräteeinweisung. Juchhuuuu. ENDLICH: Beinpresse. Jaaaaa. Was blieb war ein neeeee. Übrigens hatte ich den Termin ja heute aufgrund eines der zahlreich beantragten Chefarztgespräche, die bis heute nicht stattgefunden haben. (siehe einer der vorigen Blogs). Zumindest die Vorverlegung dieses Termins um 7 (!) Tage hatten sie bewirkt.

Ich also im Wartebereich. Rauscht die Therapeutin an mir vorbei. Sie war diejenige, die mich so abgefertigt hatte während des Gehtrainings ob meiner Bitte, mir das wechselseitige Treppensteigen zu zeigen. (Auch der Antrag ist übrigens noch nicht durch. Ist mir aber mittlerweile egal. Ich habe zum Balkon eine Treppenstufe. Die bin ich versehentlich gegangen. (Ne, wirklich. Ich bin einfach rausmarschiert.) Ups hab ich gedacht, als ich wieder zurückwollte. Und jetzt? Kein Thema. Hab ja ein gesundes Bein. Und zu Testzwecken hab ich’s doch mit dem Operierten versucht. Hände zur Sicherheit rechts und links zum Abstützen. Langsam natürlich…Wacklig. Und, was soll ich sagen. No Problem. Und beim nächsten Mal ging’s noch besser.)

Zurück zum Wartebereich und der an mir vorbei rauschenden Therapeutin. Kein guten Tag. Kein hallo. Tür auf und wir zu dritt rein. Namen werden abgefragt. Taschen dürfen abgelegt werden. Verteilung an die Stationen erfolgt. Ich bekomme die Erlaubnis mich im Raum ohne Gehhilfen bewegen zu dürfen. What???? Was jetzt echt? Genial. Ich wittere Morgenluft. Und das erste Gerät ist auch gleich die Beinpresse. Juchhuuuuu. Gewicht wird eingestellt. Kommando 20 mal. Was ist das denn für ein Gewicht? Ist da schon was drauf? Na gut. Es geht ja erstmal um das Wieder-Erlernen der Bewegung und wir machen ja noch einen weiteren Durchgang. Frau Raulf. Mehr – weniger – gut? (Ich liebe übrigens Sätze, die vollständig sind. So mit Subjekt, Prädikat und Objekt …- Wie geht Dir das?) Ich: Mehr. Sie steckt um und sagt: 20 mal. Ich teste 1 mal und sage: Können Sie das Gewicht bitte erhöhen. Antwort: Ich sagte 20 mal. Hä???? Na gut. Ist ja die Einweisung. Kann ja gleich noch ne Runde 3 machen (hatte ich gedacht). Fertig. Sie kommt. Aufstehen und an Station 3. Ich: Welche Einstellung war das an der Beinpresse? Können wir bitt… Sie: An Gerät 3 sagte ich. Das machen wir nicht zwischendurch. Fragen nachher. Ich völlig perplex. In meiner Welt redet niemand so mit jemand anderem. Privat nicht. Beruflich nicht. Und ganz sicher nicht als ein Therapeut in einer Reha-Klinik. Das war aller unterster Befehlston.

Da ich die Einführung für die anderen nicht crashen wollte, hab ich ausgeatmet und mich an Gerät 3 setzen(!) wollen. Dachte, es ging um den Quadrizeps. Als sie kam, schüttelte sie verächtlich den Kopf. Aufstehen. Ich weiss gar nicht, wieso sich heute alle setzen wollen. Aufs rechte Bein stellen. Linkes dann zur Seite. Meine Reaktion und die Bitte wertschätzend und freundlich unter Nutzung der Worte danke und bitte zu kommunizieren hat sie geflissentlich überhört und schnaubend ausgeatmet. Gewicht war natürlich zu wenig

Gerät Nummer 3. Wir kürzen ab. Das machte nun echt Sinn. Auf der Airex Matte mit einem Fuß stehend (Kommando Schuhe ausziehen hab ich über mich ergehen lassen) beidseitig Seilzug nach hinten. Sehr cool. Das war es dann auch. 3 Geräte. Echt jetzt? Das wars???  Kommt noch schlimmer. Es werden Zeiten für Sie eingeteilt. Daran halten Sie sich. Ja. Ist klar. Dann allerdings darf man den Raum allein betreten. Ah. Ja. Macht Sinn. (Sonst ist er nämlich abgeschlossen.- Waaaassss???????) 

Jeder bekommt seinen Plan in die Hand. Es wird erklärt, was draufsteht. Seh ich auf den ersten Blick und dreh den Zettel um, um zu schauen, was auf der Rückseite steht. Anschiss: Wir (!) drehen den Zettel ich nicht um. Wir (!) sind auf der ersten Seite. Ich dachte, ich hör nicht richtig. Und lese weiter, was auf Seite 2 steht. Sie hört auf zu sprechen. OK. Hab ich gedacht. Die Klügere gibt nach. Als wir schlußendlich umdrehen dürfen, denn dort SOLLEN wir ja unterschreiben, wage ich zu fragen, ob ich die Frage zur Beinpresse jetzt stellen darf. Dem Antrag wird stattgegeben. Dem Antrag auf Erhöhung des Gewichtes nicht. WHATTTTTTTTT? Begründung: Sie haben eine frisch operierte Hüfte. Ja. Weiss ich. Danke. Meine Muskulatur kann das und es geht um Muskelaufbau. Ich als Therapeutin rate Ihnen davon ab. Frisch operiert, nicht zementiert, das muss erst heilen. In mir kommt: Das ist das Spiel mit der Angst. Ich hab ein sehr gutes Körpergefühl. Aber natürlich keine Referenzerfahrung in Bezug auf eine TEP. Also bleibt mir fast nichts anderes, als mich auf das Angst-Spiel einzulassen. Ich unterschreibe – widerwillig und sage das auch. Aber ne. Stopp. Das will ich nicht. Wie unlogisch ist das bitte schön? Ich darf voll belasten und durch den Raum latschen und ich darf keine 40 Kilo bei der Beinpresse? Hä? (FYI: vorher war ich bei 65 -70 Kilo – Gut, es ist ein anderes Gerät, dennoch ….). Ich: Ich möchte, dass Sie bitte die 6 (40Kilo) für mich notieren. Sie schnaubt: Sie können mich nicht dazu nötigen. Ich: Sie allerdings nötigen mich dazu mit einem geringeren Gewicht als ich möchte zu trainieren und falls ich dem nicht folge, verstosse ich gegen eine therapeutische Empfehlung? Habe ich das richtig verstanden? Antwort: Wenn Sie das so sehen wollen.

Da haben wir ein Machtdenken, was so krass schädlich und schändlich ist. Unglaublich, Die Klügere gibt nach: Kann ich bitte ein viertes Gerät dazu haben? Nein. heute nicht. Ich muss weiter. Sorry, dass ich arbeiten muss. Wie bitte? Und was ist das hier? Vergnügen? Für jemand, der Macht so hämisch vergnügt missbräuchlich einsetzt und seine Rolle aus Therapeut so unverblümt auslebt vielleicht. Sie: Wenn Sie Glück haben, steht morgen wieder Muskelaufbau auf Ihrem Plan und ich bin für Sie eingeteilt. DEN Kommentar hab ich mir geschenkt. Dann macht sie die Tür auf. Will ein anderer Patient rein. Sie: Draussen bleiben. Er ist aber schon fast an ihr vorbei. Sie: Raus. Jetzt. Alle beide. Raus hier. Er verlässt völlig verdattert den Raum. Ich (noch) nicht. Das war dann der Tropfen, der …. Du weisst schon. Danke und Bitte. Ein freundliches Wort haben noch nie jemand geschadet. Ganz im Gegenteil. Sie nicht zu verwenden kann Heilung und Gesundung behindern. Das zu sagen, war mir ein Muss. Ich bin dann gegangen. In mein Zimmer. Hab die Tür zu gemacht. Und vor Wut und Frust laut gebrüllt. Neeeeee – das kann ich doch nicht wirklich erlebt haben, oder?

Der Rest des Tages verlief ohne große Vorkommnisse. Bis auf den Erhalt des Therapieplanes für nächste Woche. Sieht ordentlich aus. Nur die Ergometer-Einweisung fehlt. Du ahnst es…. Ich morgen auf dem Weg ….

Das Geschenk vom Universum?

Die Erkenntnis, dass ich mich nicht manipulieren lasse. Brot und Spiele. Wasser und Wein. Erste Woche Reha. Wie vermutet ist die zweite Woche dazu angetan, den Unmut zu vergessen. Werde ich nicht. Bisher habe ich den Namen der Klinik noch nicht genannt. Werde ich. Falls sich nicht gravierend etwas verändert. Liebes Universum, da darfst Du noch ausliefern. Therapeutenmangel hin oder her. Dann besser keinen Therapeuten als so ein Erlebnis. Ich reg mich ja nur auf. Andere tragen möglicherweise bleibende Angst davon. Und soll ich Dir was sagen? Das liest sich hier vielleicht alles ziemlich selbstsicher Komma aber…. Ich habe Angst. Natürlich habe ich Angst. Scheiß Angst. Hallo? Ist doch wohl klar. Was ist, wenn was mit der Hüfte passiert? Was ist Komma wenn… Natürlich spielt mir das mein Hirn ein. Und dann kommt Jemand, dem Du eigentlich (!) vertrauen können solltest und spielt das Angst-Spiel so schamlos aus. Nutzt die Expertise als Machtinstrument. In mir ist die Frage: Ist das nun eine therapeutische Empfehlung? Oder ist das ein Akt der Rache, weil ich im Gegensatz zu anderen die Klappe aufmache? Und selbst-ermächtigend unterwegs bin (ist mir übrigens in allen meinen Coachings ebenfalls ein inneres Bedürfnis für meinen Coachee). Lösung: Physiotherapeuten anrufen. Antwort: Vorsicht ist angebracht. Heilung ist wichtig. Bauchgefühl zählt. Danke. 

Ich höre auf mein Bauchgefühl. Ich lausche den Signalen meines Körpers. Ich spüre in mich rein. Und ich werde Zeitfenster finden, in denen ein Betreten des Raumes möglich ist, sodass ich immer wieder kurze Trainingsreize setzen kann. So nicht. Ausrufezeichen. Nicht mit mir Punkt. Mut ist wenn du’s trotzdem tust. Unleash.Your.Potential.Energy. 

Moni 

📣🏋️‍♀️🧨

PS: Wie definierst Du Macht? In welchem Bereich fehlt Dir Selbstermächtigung? Wo hast Du schon mal einen solchen Machtmissbrauch im Gesundheitswesen erlebt?

PPS: Rückblickender Nachtrag … Ich hab ja den Slogan “Unleash.Your.Energy.” und jeder mich kennt, der weiss auch, dass meine Beschreibung “Energiebündel mit der Lizenz zur Transformation” genau dem entspringt und Rechnung trägt. Der Untertitel “Connecting worlds” galt bisher mit der Agentur für pharmazeutisches Coaching in Bezug auf Apotheken und Patienten. Lies den Blog bitte bis (mindestens) zum letzten Tag. (Und begleite mich dann natürlich auch gern darüber hinaus weiter.) Einige überraschende Wendungen ergeben sich, die eben “Welten verbinden” bedeutet. Das Universum hatte da so seine eigene Idee und Interpretation für mich parat und lieferte und liefert zum Teil wie aus dem Nichts aus….Und selbstverständlich sind die beschriebenen Ereignisse und Erfahrungen meine ganz persönlichen! – es ist eben: My way…🛵🩼💃